Huế bis Hội An (20.10. – 28.10.2016)

Huế bis Hội An ist meiner Meinung nach die bisher schönste Etappe unserer Reise. Nach unserer anstrengenden und aufregenden Zugfahrt fahren wir erst einmal zu einem Hotel, welches ich zuvor über das Internet herausgesucht habe. Das Hotel fiel mir durch das unglaubliche Preis-Leistung-Verhältnis und die außergewöhnlich guten Bewertungen auf. Und es ist großartig! Nach der Zugfahrt fühle ich mich wie im Paradies. Duschen, Essen, Schlafen und vom „Trainlag“ erholen. Wie verlängern unseren Aufenthalt von einer Nacht auf drei Nächte. Huế ist sehr schön (alte Kaiser- und ehemalige Landeshauptstadt) und es gibt viel zu sehen. Wir unternehmen kleine Fahrradtagestouren und erkunden die Zitadelle von Huế , die Parfüm Pagode und die Kaisergräber. Außerdem gibt es in Huế zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés, die zum Verweilen einladen. Von einer Freundin bekommen wir noch einen Tipp für ein Restaurant, in dem es die besten Milchshakes gibt und natürlich vergewissern wir uns persönlich davon. Es ist lustig, Sachen auszuprobieren, die Freunde davor schon gemacht haben und uns empfehlen. Am letzten Abend werden wir vom Hotelchef zum Abendessen mit den Hotelmitarbeitern und anderen Gästen des Hotels eingeladen. Es ist ein unterhaltsamer Abend und Wehmut bezüglich der Weiterreise macht sich breit.

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Es geht weiter Richtung Hội An mit Zwischenstopps kurz vor Lang Co in einem kleinen Fischernest und Đà Nẵng. Die Fahrt über den Wolkenpass (Hai-Van-Pass), welcher die Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam darstellt, ist wohl die bisher anspruchsvollste. Es geht 500 Meter hoch und runter, bei über 30° und mit den schwer bepackten Rädern durchaus eine Herausforderung. Doch Dank gegenseitiger Motivation und eines Powerbars (Danke an die vorausschauende Spenderin) meistern wir auch diese. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

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Hội An ist wunderschön! Zwar sehr touristisch aber wunderschön. Eine alte Hafenstadt am Ende der Seidenstraße mit gut erhaltenem Altstadtkern und kilometerlangem Strand. Berühmt für seine Schneidereien. Wieder haben wir Glück mit dem Hotel (eine Empfehlung des Hotelchefs aus Huế) und lassen drei Tage die Seele baumeln.

Seit Samstag (29.10.) sind wir wieder auf Achse und schruben  Kilometer. Abseits jeglicher Touristenrouten fahren wir von Nest zu Nest (oder auch mal von größerer Provinzhauptstadt zu Provinzhauptstadt) weiter Richtung Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Fragen wo wir Schlafen und Essen werden um so bestimmender, je weiter abseits wir uns von touristischen Pfaden bewegen. Bis auf ein kakerlakenverseuchtes Hotel hatten wir bisher immer Glück mit beidem. Seit Samstag bekomme ich auch ein Verständnis dafür, was Regenzeit bedeutet und dass wir uns offenbar immernoch in Zentralvietnam (hier ist aktuell noch Regenzeit) befinden. Es schüttet wie aus Eimern und das seit vier Tagen ununterbrochen 24h am Tag!!! Alles ist grau, nass und muffig. Zum Glück können wir uns am Ende des Tages in einem Hotel duschen, trocknen und ausruhen. Ich frage mich, wie die Einheimischen mit dem wochenlang anhaltenden Dauerregen umgehen!

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