Neuigkeiten aus Neuseeland

Kia Ora!

Ein paar erste Eindrücke aus Neuseeland (fast ein bisschen wie im Allgäu).

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Seit zwei Wochen sind wir jetzt in Neuseeland. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich hatte vor, noch einen ausführlichen Beitrag über unseren Besuch der Tempelanlage Angkor Wat zu verfassen und zumindest noch ein paar Worte über Thailand/Bangkok zu verlieren. Robin hat sich vorgenommen, über unseren Aufenthalt auf Ko Tao zu schreiben. Über Malaysia gibt es bis auf einen Weihnachtsgruß aus George Town und die Woche mit meinen Eltern in Kuala Lumpur auch noch nicht so viel zu lesen. Also wo fange ich am besten an?

…ich glaube, ich möchte Euch gerade am liebsten über unsere ersten Tage in Neuseeland und unsere aktuelle Situation berichten. Es gab ja schon einen kurzen Nachtrag in meinem letzten Beitrag mit der Information, dass wir gut in Neuseeland/Auckland angekommen sind. Bei unseren ersten Gastgebern Michelle, Derek und Jeff (lustigerweise Einwanderer aus Malaysia) verbrachten wir den ersten Tag und die ersten zwei Nächte in Neuseeland. Die Zeit nutzten wir, um uns etwas von den Reisestrapatzen zu erholen und grob zu organisieren, bevor wir dann am 13.01. losfuhren.

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Bei Michelle, Derek und Jeff um die Ecke

Das erste Ziel war Reglan an der Westküste Neuseelands. Ein kleiner und entspannter Hippie- und Surferort direkt am Meer – die Beschreibung aus dem Lonely Planet klingt schon mal gut! Reglan ist nur 140 Kilometer von Auckland entfernt, doch wir benötigten ganze drei Tage für die Strecke – eine für uns ungewohnt lange Zeit. Schnell stellten wir fest, dass Neuseeland wirklich sehr “hilly” ist und was das bedeutet, wovon uns alle erzählt bzw. gewarnt haben. Am zweiten Tag regnet es auch noch und wir sind ganz schön kaputt, als wir endlich auf dem Campingplatz ankommen.

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Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität – es war schon etwas dämmrig.

Zwar scheint am nächsten Tag die Sonne, aber der nächste große Niederschlag folgt dann auf dem letzten für uns in Frage kommenden Campingplatz in Reglan – der letzte verfügbare Zeltplatz wurde soeben vergeben. Entmutigt stehen wir vor dem Rezeptionsgebäude und überlegen, wie wir weiter vorgehen, als die nette Rezeptionistin zu uns rauskommt und uns anbietet, die Nacht bei ihr Zuhause zu verbringen! Wir sind völlig geplättet von soviel Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft und aus Mangel an Optionen nehmen wir ihr Angebot gerne an, fühlen uns schon fast ein wenig dreist dabei. Wir verbringen gleich zwei Tage und Nächte bei Sasha, ihrem Mann Nico und ihren zwei Kindern Khai und Arix auf der Farm (mit Pferden!!! Und Katzen… Und einem Huhn). Faszinierende Menschen, die viel erlebt und zu erzählen haben.

Ab diesem Zeitpunkt genießen wir die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Neuseeländer fast ununterbrochen. Unser Weg führt uns als nächstes nach Hamilton, wo wir bei den Warm Showers Gastgebern Lisa und Verne Pavreal herzlich aufgenommen werden. Verne ist seit seinem 18. Lebensjahr blind und Lisa und Verne bereisen Neuseeland seit nunmehr schon zwanzig Jahren auf ihren speziell konstruierten Fahrradgefährten.

Siehe: http://i.stuff.co.nz/oddstuff/76785646/fourseated-cycle-intrigues-invercargill

Lisa kümmert sich rührend um uns und neben Abendessen und Frühstück versorgt sie uns mit einer vierseitigen Wegbeschreibung, mit zwei Streckenalternativen, mit denen wir unseren Weg fortsetzen können, was wir dann auch tun.

Wir folgen dem großen Waikato River und übernachten überwiegend auf kostenlosen Campingplätzen. Auch hier kennt die Gastfreundschaft der Neuseeländer keine Grenzen. In Arapuni werden wir von einer großen Gruppe bestehend aus mehreren einheimischen Familien, welche seit fünf Jahren ihre Sommerurlaube an diesem Ort gemeinsam verbringen, zu BBQ und Bier eingeladen – als ob Wünsche wahr werden würden! Es gibt schließlich nichts besseres als ein kaltes Bier… oder zwei… oder drei… nach einem anstrengenden Radfahrtag.

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Am nächsten Tag bekommen wir sogar einen “lift” über die ersten sehr steilen und schottrigen 3-4 Kilometer von einem weiteren benachbarten Camper. Leider schwingt das Wetter wieder um und es wird regnerisch. Wir fahren weiter nach Mangakino (dem Heimatort der gastfreundlichen Campergruppe) und versorgen uns mit Vorräten. Wir möchten unseren Weg über den Timbertrail fortsetzen. Hierfür benötigt man zwei bis drei Tage. Der Trail ist sehr abgelegen und es gibt keinerlei Einkaufsmöglichkeiten. Es regnet immer noch und so starten wir schlecht gelaunt in Mangakino. Wir verbringen die Nacht im Basislager in Pureora. Das Wetter ist unverändert. Was folgt, sind die wohl anstrengendsten und anspruchsvollsten zwei Tage meiner bisherigen Radreise. Innerhalb von 20 Kilometern geht es über einen kurvigen und matschigen Montainbiketrail durch tiefsten Wald auf 980 Meter Höhe. Kein Spaß mit Packtaschen! Nach 27 Kilometern und sechs Stunden Fahrzeit brechen wir ab und schlagen unser Zelt auf, mit dem festen Vorsatz den Trail am nächsten Tag asap zu verlassen! Dies erweist sich jedoch als schwierig, denn der einzige Weg ist der Trail und ansonsten gibt es nur ein, zwei Privatstraßen, welche wir nicht befahren dürfen. Völlig entnervt fahren wir 7 Kilometer verbotenerweise durch Privatgelände, bis wir endlich eine befestigte Straße erreichen.

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Erschöpft legen wir eine Pause ein, als ein Minibus mit Hänger mit einem Mördertempo an uns vorbei donnert. Auf mein Winken kommt er trotz seines Tempos zum stehen und auf meine Frage, ob er uns mitnehmen kann, kommt nur ein breites Grinsen und ein “selbstverständlich”. So rettet uns Julian von Epic Cycle Adventures den Tag und wahrscheinlich den nächsten und fährt uns einfach mal in den nächsten über 70 Kilometer entfernten Ort Tamarunui, an dem wir uns seitdem befinden. Ich bin wirklich gerührt und überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft. Danke!

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Heute geht es nach zwei wohlverdienten Tagen Pause mit heißen Duschen, sauberen Klamotten und viel Essen weiter nach Ohakune. Das große Ziel ist es, in einer Woche Wellington zu erreichen. Bitte entschuldigt, wenn ich mich nicht regelmäßiger melde. Hier ist das so eine Sache mit dem Internet und den Landemöglichkeiten fürs Handy…

Ich möchte mich an dieser Stelle auch für die Kommentare bedanken! Auch wenn ich nicht jedes einzelne Kommentar beantworte, freue ich mich sehr über jedes einzelne meiner fleißigen Leser!

Bezüglich Angkor Wat einigen wir uns darauf, dass ich nicht extra einen Beitrag verfasse? Seien wir doch mal ehrlich, es gibt sooo viele Reiseberichte über Angkor Wat, dass sich meiner wohl kaum groß von den anderen unterscheidet.

Selbstverständlich schreibe ich noch etwas zu Thailand und Malaysia – zumindest ein paar Anekdoten (auch zu Angkor Wat)…

Bis demnächst!

Eure Katja

Ach ja, hier noch ein nettes Bildchen mit einer Münchnerin und ihrem Kaffeeauto – auf halber Strecke zwischen Lake Karapiro und Lake Arapuni. Falls Ihr da mal vorbei kommt und Euch nach einem guten Kaffee sehnt. Da gibts auch einen Softeiswagen mit lecker Softeis ;-).

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Time to say goodbay Southeast Asia…

…and hopefully „Hallo“ New Zealand in a few hours!

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…die letzten Impressionen aus Malaysia. Schön wars!!!

Sorry, für mehr reicht es  gerade nicht ;-). Befinden uns gerade am Flughafen KLIA2 in der Nähe von Kuala Lumpur in Malaysia. Prinzipiell hätte ich noch genug Zeit, um etwas ausführlicher zu schreiben, aber mir fehlen gerade* die Nerven… (Keine Sorge, alles ist gut! Habe nur keine Lust, jetzt und hier mehr zu schreiben.) Der Flug geht in 4 Stunden. Wir fliegen über die Goldküste/Australien und kommen voraussichtlich um 09:30 AM Ortszeit in Auckland an. Dann werden die (hoffentlich gut erhaltenen) Räder aufgebaut und 10km zum Zeltplatz gefahren. Ich melde mich wieder aus Neuseeland! Jetzt geben wir erst einmal unser Gepäck auf…

Selamat tinggal!

Update/Korrektur (23:30 Uhr Ortszeit Auckland/Neuseeland): Grmpf, 09:20 AM war natürlich die örtliche  Ankunftszeit an der Goldküste in Australien. Wir sind dann doch erst gegen 18:00 Uhr Ortszeit in Auckland angekommen! Kleiner, feiner Unterschied. Zum Glück hat alles gut geklappt und wir und die Fahrräder sind wohlbehalten. Einzig einer meiner Getränkehalter ist zerbrochen. Habe aber vorsorglich noch einen Getränkehalter als Ersatz dabei :-). Jetzt sitzen wir müde, frisch geduscht und glücklich bei unseren sehr netten Gastgebern (Ankunftszeit bei diesen 09:30 PM! Also 12h später als angekündigt!), bei welchen wir im Garten zelten dürfen. Sie haben uns sogar schon ihr eigenes Zelt aufgebaut! Gleich geht es ins Zelt und dann wird erst einmal ausgeschlafen!

* Drei mal „gerade“ in drei aufeinanderfolgenden Sätzen… Neeeneene

…wie die Zeit vergeht!

Gerade waren sie noch da… Vor weniger als einer halben Stunde saßen wir noch beisammen und jetzt sind sie schon auf dem Weg zum Flughafen. Es kommt mir vor wie gestern, als wir endlich, nachdem wir uns durch den unübersichtlichen Schnellstraßendschungel von Kuala Lumpur gekämpft hatten, vor der Tiefgarage des Gebäudes stehen, in dem wir eine Ferienwohnung angemietet haben und uns mein Papa vom Balkon der Wohnung aus der 15. Etage zuruft und zuwinkt. Hach wie schön waren die Minuten voller Vorfreude, bis meine Mami endlich vor uns stand. Die Begegnung mit meinem Papa dauerte dann etwas länger, da Mami vor lauter Aufregung den richtigen Aufgang nicht mehr fand. Ist aber auch kompliziert in diesen riesigen modernen Wohnblöcken/Hochhäusern. Hat dann aber doch noch alles geklappt und endlich konnte ich auch meinen Papa begrüßen. Natürlich hatte man sich viel zu erzählen.

Den ersten Abend erkundeten wir Kuala Lumpur hauptsächlich zu Fuß ;-). Die Stadt ist sehr unübersichtlich und eher Fußgänger- und Radfahrer-unfreundlich. Vieles spielt sich in und unter den großen Hochhäusern und Shoppingmalls ab.

Jeder Tag wurde mit einem ausgedehnten und opulenten Frühstück gestartet. Boah ist das toll, lecker Brötchen und Brot, Käse, Wurst, Nutella und viele andere Leckereien, auf welche wir seit drei Monaten verzichtet haben, zu essen. Meine Eltern haben sogar persisches Brot und meinen Lieblingsschafskäse mitgebracht. Täglich unternahmen wir diverse Ausflüge in die Stadt (unter anderem ins Aquarium), machten eine Stadtrundfahrt, legten aber auch einen Ruhe- und Entspannungstag ein. Wir kochten zusammen, abends saßen wir zusammen, quatschten, lachten, tranken Bierchen und spielten Karten. So haben wir auch Neujahr zusammen gefeiert. Es war eine richtige rundum Wohlfühlwoche!

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Ohhh war das eine schöne Woche! Im Kreise der Familie noch etwas Weihnachten nachgefeiert und dann noch zusammen Neujahr! Danke Mami und Papa für Euren Besuch! Ich wünsche Euch eine gute Heimreise! Ich hab Euch unendlich lieb und vermisse Euch schon jetzt… Bis ganz bald wieder!!!