Hallo zusammen!
Wieder sind über zwei ereignisreiche Wochen ins Land gegangen. Erfolgreich haben wir am 04.12. die Grenze zu Thailand passiert. Am 06.12. haben wir Bangkok erreicht und dort fünf Tage und Nächte verbracht. Dann ging es weiter auf die Insel Ko Tao (12. – 18.12.).

Wie geht es eigentlich Euch so? Was machen Privatleben, Arbeit und Weihnachtsvorbereitungen?
Hier mag ja nicht so richtig Weihnachtsstimmung aufkommen… Allerdings habe ich schon vorab ein großes Weihnachtsgeschenk erhalten! Der erste Besuch auf der Reise hat sich angekündigt! Meine Eltern kommen spontan über Silvester nach Kuala Lumpur!!! Ist das nicht großartig? Ich freue mich jedenfalls sehr… Dann habe ich mich noch selbst beschenkt und letzte Woche auf Ko Tao meinen Tauchschein gemacht. Es war eine super schöne Zeit an einem wunderschönen Fleckchen Erde mit tollen Menschen. Seit gestern (18.12.) befinden wir uns wieder auf dem Festland, genauer in Chumpon. Von hier aus soll es Richtung Malaysia/Kuala Lumpur weitergehen. Ziel ist es, Kuala Lumpur bis zum 26.12. zu erreichen, da meine Eltern an diesem Tag ankommen. Soviel zu den harten Fakten. Jetzt seid ihr zumindest wieder etwas aufgedatet.
Also wieder der Reihe nach… Wo war ich stehen geblieben… Kambodscha… Tom (der Engländer, den wir in Kampong Chhnang getroffen haben) hat einen ganz tollen Bericht von unserer Etappe Kampong Chhnang – Pursat verfasst. Zu lesen unter:
Sehr lesenswert!
Wie bereits geschrieben, trennten sich unsere Wege in Battambang. Robin und ich beschlossen, insgesamt zwei Nächte in Battambang zu verbringen (24. & 25.11.) und danach mit dem Boot nach Siem Reap weiter zu fahren.
Battambang ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, die drittgrößte Stadt in Kambodscha. Wie in Phnom Penh und Siem Reap fließt auch hier ein Fluss durch die Stadt, an dem sich vieles (Nachtmarkt, Parks, sportliche Aktivitäten,…) abspielt. Battambang und Siem Reap sind sich vom Stadtbild sehr ähnlich. Battambang ist allerdings weit weniger touristisch und es entwickelt sich gerade ein sanfter, nachhaltig wirkender und angenehmer Tourismus. So entdecken wir beispielsweise das neue und liebevoll eingerichtete About The World Restaurant und Café mit leckerem Essen und einer sehr sympathischen Betreiberin. Wieder stellen wir fest, dass in Kambodscha viele gutes Englisch sprechen. Außer ihr arbeitet ein Spanier in dem Restaurant. Wie sich herausstellt, ist auch er Radreisender und schon über fünf Jahre mit dem Rad unterwegs. Großartige Porträtfotos und fantastische Geschichten hat er im Gepäck. Die Fotos sind im Restaurant ausgestellt und sehr beeindruckend.
Unsere Bootsfahrt nach Siem Reap ist ganz nett. Leider ist das Ganze sehr touristisch angehaucht und außer einem kettenrauchenden Mönch, der natürlich genau vor mir sitzt, ist beim Start kein weiterer Einheimischer auf dem Boot. Wir fahren sechs Stunden durch wunderschöne Wasserlandschaften, vorbei an unzähligen floating villages. In diesen findet das komplette Leben auf dem Wasser statt. Tempel, Schulen, Märkte… Alles ist auf Stelzen im Wasser errichtet oder auf Booten und Flößen untergebracht. Die Menschen leben in kleinen, einfachen Hausbooten und ernähren sich vom Fischfang.
Unterwegs sammeln wir dann doch noch ein paar Einheimische ein – natürlich bei nur etwas gedrosselter Fahrt und ohne irgendwo anzulegen. Die neuen Passagiere klettern einfach von einem kleineren Boot auf unser Boot um. Unser Boot fungiert auch als Post- und Paketzustellungsdienst. Der Empfänger wird kurz angerufen und nimmt seine Post von Boot zu Boot in Empfang. Gegen frühen Nachmittag erreichen wir unser Ziel. Nicht etwa Siem Reap… Nein, ein winziges Nest irgendwo im Nirgendwo ca. 20 km von Siem Reap entfernt. Mal wieder sind wir froh über unsere Fahrräder, denn so sind wir nicht auf die gierigen TukTuk- und Taxifahrer angewiesen. Unter den staunenden und ungläubigen Blicken einiger verstaubter Dorfkinder beladen wir unsere Räder. Ein kleines Mädchen bettelt mich um meine Wasserflasche an, welches ich in der Seitentasche meines Rucksacks dabei habe und ich gebe sie ihr, erschrocken darüber, dass an diesem Ort anscheinend kein sauberes Trinkwasser vorhanden ist und wahrscheinlich eine Kostbarkeit darstellt. Zügig fahren wir weiter nach Siem Reap…