Schon mal was vom Kobraeffekt gehört? Einfach ausgedrückt, eine Verschlimmbesserung einer Situation. Mit diesem Ausdruck werde ich konfrontiert, als ich nach Ratten und Vietnam google. Ich habe in den letzten zwei Wochen so viele davon gesehen, wie in meinem ganzen Leben davor nicht! Beim Bäcker, welcher auf den ersten Blick einen so guten Eindruck macht, dass wir überlegen, uns dort Sandwiches als Proviant zu holen, bis wir die Ratten sehen, die dort überall herumlaufen, im Bad unseres wunderschönen Bambus-Bungalows, vor dem Hotel letzte Nacht und natürlich die unzähligen sehr platten Exemplare auf der Straße… Also was macht man da? Man schaut, was einem das Internet so schönes über die niedlichen Viecher erzählt. Ich lasse mich jetzt nicht darüber aus, was Ratten an Krankheiten übertragen können, aber auf eine Geschichte bin ich gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
So hat es sich wohl zugetragen, dass die vietnamesische Regierung ein Kopf- bzw. Schwanzgeld auf jede tote Ratte ausgesetzt hat. Dies führte aber nicht wie erwartet zur Reduktion geschweige denn zur Behebung des Rattenproblems, sondern zur Verschlimmbesserung der Situation. Die vietnamesische Bevölkerung sah darin die Geschäftsidee, Ratten zu züchten, zu töten und gegen die Abgabe der abgeschnittenen Rattenschwänze die Belohnung zu kassieren. Eine weitere Variante der Geschichte besagt, dass die Rattenjäger die Ratten gefangen, ihnen die Schwänze abgeschnitten und sie dann wieder freigelassen haben, damit sie sich fleißig vermehren können.
Vielleicht ist das ja der Grund für die vielen Ratten in diesem Land? Man weiß es nicht…
„Das tollste Tier, das ich hatte, war eine flache Ratte,
Die war flach, das ich dir, so flach wie Esspapier“
-Funny Van Dannen